Blitzeblank – Hygiene in der Gastronomie

Blank

Wer in direktem Kontakt mit Lebensmitteln steht, muss strenge Gesundheitsvorschriften einhalten, die durch das Gesundheitsamt aufgestellt und kontrolliert werden. Das ist gut und richtig so. Denn in einer Küche lauern unzählige Infektionsrisiken. Das fängt bei der sauberen Lagerung und Verarbeitung der Lebensmittel an und endet bei der Pflege der Küchenutensilien wie Waschbecken, Kaffeemaschinen, Grills, Arbeitskleidung und Arbeitsflächen.

Mit Einführung des Verbraucherinformationsgesetzes im Jahre 2008 wurden die Situation für die Verbraucher durch mehr Transparenz verbessert. Zwar wurde die öffentliche „Anprangerung“ kontrollierter Betriebe kritisiert, aber die Maßnahmen waren erfolgreich. Bemängelt der Jahresbericht des Saarländischen Landesamtes für Verbraucherschutz im Jahr 2006 noch knapp 27% der Speiseuntersuchungen, wurden 2012 nur noch 10% der Proben beanstandet. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die ebenfalls nicht unumstrittene Hygieneampel, die das Prüfergebnis amtlicher Lebensmittelkontrollen auf einer Ampelskala sichtbar machen soll. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat darüber hinaus mit der „Lebensmittelhygiene-Leitlinie für die Gastronomie“ eine eigene Hilfestellung für klein- und mittelständischen Betriebe veröffentlicht.
In Sachen Hygiene darf es jedenfalls keine Abstriche geben. Einzelne Schmuddelbetriebe schaden nicht nur den Gästen, sondern der ganzen Branche.

Text: Markus Brixius Bild: