Blog

Bozen – Mediterranes Flair & Alpine Tradition in Südtirols Landeshauptstadt

Das zweisprachige Bozen bietet reichliche Angebote für den perfekten Urlaub und ist in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Reiseziel für zahlreiche Touristen geworden. Die gastronomische Vielfalt ist in ganz Südtirol dermaßen groß, dass man hier ganzjährig voll auf seine Kosten kommt. Was den Aufenthalt südlich des Brenner zur Empfehlung werden läßt, wollte ich im Gespräch mit Direktorin Roberta Agosti und Marketing-/Event-Mitarbeiterin Barbara Ghirotto vom Verkehrsamt der Stadt Bozen wissen, die meine Recherchereise professionell unterstützt haben.

Was macht Bozen zu einem besonderen Erlebnis an 365 Tagen im Jahr?

Es ist die Kombination aus Kultur, Kulinarik und Kunst die hier für faszinierende Kontraste zwischen Nord und Süd sorgt. Bozen entwickelt sich beständig weiter, gewinnt immer wieder neue Attraktionen hinzu. So ist Bozen in den letzten Jahren auch zu einem besonders beliebten Ziel für Städtereisen geworden, zwischen den Eckpfeilern Bozener Frühling und dem Bozener Weihnachtsmarkt.

Welche Sehenswürdigkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart sollte ein Tourist gesehen haben, auch wenn er nur kurz in Bozen bleiben kann?

Die Altstadt der alten/neuen Handelsstadt mit Waltherplatz, Dom, Obstplatz, den bekannten Bozener Lauben u.s.w., dann zumindest eine der Burgen wie Schloss Runkelstein sowie das Südtiroler Archäologiemuseum mit Ötzi und das Museion. Beachten Sie unsere sehr beliebten Stadtführungen, mit denen man Bozen unter fachkundiger Anleitung auf interessante Art und Weise entdecken kann. Und mit einer der Bozener Bergbahnen, sollte man das ´Tor zu den Dolomiten´ auch von oben erleben.

Stichworte: Südtirol Balance, Bozen die Weinstadt, der Genussmarkt Pur Südtirol. Auch die lokale/regionale Gastronomie scheint ein Erlebnis für alle Sinne und läßt die Tradition nicht zu kurz kommen?

Das stimmt. Sie werden ja u.a. einige der historischen Wirtshäuser in der Stadt erkunden und dann auch saisonale Spezialitäten verkosten. Die Tradition des Weinanbaus beeinflußt Bozen seit jeher und verleiht der Stadt einen ganz besonderen Charakter. Die Bozner Weinkost (Schloß Maretsch) , die Nacht der Keller, die Lorenzinacht, Der St. Magdalener ganz klassisch und der Südtirol Wine Summit Alto Adige sind ganz besondere Höhepunkte 2017. Und der örtliche Genussmarkt mit 1.800 Qualitätsprodukten von 170 Südtiroler Bauern lohnt den Besuch auf jeden Fall.

 

Gut zu wissen, welche Geheimtipps für Essen & Trinken, zwischen deftig-bäuerlich aus Südtirol und leicht-mediterran aus Italien haben Sie abschließend für unsere LeserInnen?

In der Stadt gibt es mehr als 30 Kellereien zu entdecken, wandeln Sie einfach auf den Spuren dieses Dualismus um den Gaumenfreuden Bozens ein bißchen näher zu kommen. Knödel, Schlutzkrapfen, Nudelgerichte, Fleisch- und Fischspezialitäten – hier findet jeder Feinschmecker was er möchte, inklusive der vielfältigen Desserts. Wer einfach mal ein gutes Bier trinken will, der ist im Batzen Bräu und im Forsterbräu bestens aufgehoben. Das Verhältnis zwischen Qualität, Quantität und Preis stimmt in Bozen. Und der Geheimtipp: Besuchen Sie einfach die Patisserie Acherer, sie werden staunen. Für Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns einfach unter www.bolzano-bozen.it

Für die perfekte Kombination aus Gaumenfreuden und Übernachten in Bozen steht das mitten in der Stadt gelegene Parkhotel Laurin. Dort präsentiert man junge Kochkunst unter der Leitung des Küchenchefs Manuel Astuto, der mit seinem Team neben dem Restaurant Kaiserkron, dem Löwengrube Wirtshaus und dem Restaurant Haselburg Teil der Gourmet-Tour ´On The Table´ ist. Die Laurin-Bar im Parkhotel präsentiert hervorragende Live-Musik und Drinks (u.a. den Aperitivo Lungo am Donnerstag) und ist gleichermaßen Treffpunkt von Gästen wie von Bozenern selbst. Erbaut im Jugendstil, laden Laurin Bar, die mit internationalen Kunstwerken ausgestatteten Zimmer, der wunderschöne Park mit Pool und das prämierte Restaurant zur Muse und Erholung ein. Weitere Informationen für einen gelungenen Aufenthalt um in Bozen auf Entdeckungsreise zu gehen, findet man unter www.laurin.it

Zu den Südtiroler Qualitätsprodukten zählt neben Speck, Obst und Grappa vor allem der Wein. Südtirol ist das älteste Weinbaugebiet im deutschen Sprachraum und gehört zu den führenden Weinbauregionen Italiens. Die Südtiroler Weine genießen aufgrund ihrer Qualität einen hervorragenden Ruf und werden in die ganze Welt exportiert. So läßt sich auch in Bozen ein kulinarischer Stadtspaziergang hervorragend mit einem Glas Wein beginnen. Bozen ist definitiv eine Weinstadt, die zwei prestigeträchtigen Weinsorten Lagrein und St. Magdalener dominieren die lokalen/regionalen Lagen. Diese sind auch fester Bestandteil der Bozener Gastronomie, teilweise mit wertvollen Auszeichnungen prämiert. Geschäftsführer Klaus Sparer von der Kellerei Bozen ist für dieses Genussthema ein kompetenter Ansprechpartner. „Bozen ist eine von sieben Weinregionen in Südtirol. Unsere 2001 gegründete Kellerei, ein Zusammenschluß zweier historischer Kellereien aus dem Jahr 1908/Gries & 1930/St. Magdalena setzt traditionsbewußt auf Weine mit ausgesuchter Qualität und heimatlichem Charakter.“ Getreu der Philosophie ´Gute Weine zu machen ist ein Handwerk, große Weine zu machen ist eine Kunst´ geht hier im Stadtteil Gries Qualität vor Quantität. „Rotweine, Weißweine und Schaumweine stammen aus Top-Lagen, die sich durch einen respektvollen Umgang mit der Natur auszeichnen. 220 Weinbauern sind derzeit für uns tätig. So können wir dann am Ende auch mit ausgezeichneten Weinen beim Kunden und den Weinführern/Weinkritikern punkten und uns die ein oder andere Auszeichnung verdienen.“ Zu diesen Weinen, auf 330 Hektar werden jährlich 3.000.000 Flaschen produziert, zählen u.a. der Lagrein Riserva Taber und der Santa Maddalena Classico Huck am Bach. „Mittlerweile finden diese, vom Önologen Stephan Filippi veredelten Weine, sogar den Weg bis nach Japan und Australien.“ Bei den zwei Detailverkaufsstellen kann man das gesamte Sortiment natürlich auch verkosten und erwerben. „Ganz besonders lohnt sich auch der Besuch der Bozner Weinkost. Diese fand 1896 erstmalig statt und ist heute einer der wichtigsten Treffpunkte für Weinliebhaber in Südtirol.“ So kommt der Ende der 1980er Jahre eingeschlagene Qualitätsweg heute immer mehr zur Geltung. Wer den Reben in Bozen auf die Spur kommen will, ist hier auf alle Fälle richtig: www.kellereibozen.com

Die Symbiose von Nord und Süd findet bei der heimischen Gastronomie einen ebenbürtigen Partner, dem es mit hochwertigen Lebensmitteln gelingt, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden. Ein Paradebeispiel dafür ist der erst 33jährige Michael Meister vom Wirtshaus Löwengrube, der es mit seinem 12köpfigen Team auf hervorragende Art und Weise schafft, das seit 1543 bestehende Wirtshaus im neuen Erscheinungsbild für Einheimische und Touristen zugleich mit einzigartigem Flair zu präsentieren. „Ich stamme aus einer Hotelierfamilie aus Meran und bin mit dem Thema Genuß großgeworden. Früher habe ich ja auch selber gekocht, heute leite ich als Chef das Geschäft. Die Gäste sollen sich hier bewußt Zeit nehmen zum Essen, Trinken und Beisammensein. Mit allen Sinnen geniessen ist quasi das Motto in der neuen Löwengrube, die auch Teil der Gourmet-Tour ist, wo vier Spitzen-Köche, ein Diner zubereiten.“ Geschäftsführer Michael hat Stil und beweist dies mit außergewöhnlichem Interieur. „Das Altbozener Wirtshaus wurde bereits im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt, der Keller stammt wohl sogar aus dem Jahr 1208. Heute präsentiert sich unser Haus im neuen Erscheinungsbild. Auf drei Stockwerken vereinen sich Fresken, Jugendstil-Kachelöfen, alte Steintreppen und abgegriffene Holzhandläufe mit Edelstahlelementen, gebürstetem Holz, linearem Arredo und elegantem Design zu einer Wirtshausatmosphäre mit einzigartig frischem Flair.“ Auch die aufregende Speise- und Getränkekarte beweist dies jeden Tag auf ein Neues an der Zollstange, etwas abseits vom Bozener Zentrum. „Wir wollen dem Gast in gepflegter, aber legerer, gehobener aber lässiger Atmosphäre bei über 600 Weinetiketten in einer Kombination aus alter und neuer Einrichtung einen ungezwungenen Aufenthalt in unserem Haus ermöglichen. Unsere Kunst besteht darin, Tradition im neuen Gewand zu präsentieren. Sowohl Vorspeisen, Hauptspeisen, das Degustationsmenü und die Desserts orientieren sich an naturnaher Produktion, an Regionalität und Saisonalität. Dabei kommt der Qualität wie z.B. beim Gebeitzten Passeirer Bergsaiblingsfilet auf Feld-Radicchio mit Preiselbeere, Meerrettichespuma und Weinsauce eine hohe Wertigkeit zu. Es geht uns ja auch um die Nachhaltigkeit für die Gesundheit und die Seele, die Gäste sollen sich Wohlfühlen, zufrieden nach Hause gehen und wiederkommen.“ Um diese Seriösität zu unterstreichen, bittet Michael mich zunächst in seine eleganten Enothek zu einer Getränke-Verkostung u.a. mit dem ausgezeichneten Südtiroler Praeclarus Cuvée St. Pauls Brut, danach folgt ein grandioses Degustationsmenü, u.a. mit Südtiroler Bauernschinken, weissen Spargeln und der speziellen Bozener Sauce, dessen Abschluß die ´Cannoli siciliani mit weisser Schokoladencreme gefüllt, Himbeersüppchen und Basilikumöl, bildeten und wahrlich keine Wünsche offenliessen. Mein Genuss-Tipp für Bozen, altes Haus und junges Team: www.loewengrube.it

Teil der eingangs erwähnten Gourmet-Tour ´On The Table´ ist auch das Restaurant Haselburg. Die im Besitz der Familie Oberrauch (u.a. Sportler AG, Ober Alp AG) befindliche Haselburg oberhalb Bozens bezaubert mit ihrem mittelalterlichen Ambiente und einem atemberaubenden Blick auf die Stadt. Hier gilt das Motto: „Alte Mauern neu erleben“. Die Pächter Andreas Amort und Gerhard Stecher mit ihrem Team sind Teil des spannenden Gastro-Austauschs. „Wir freuen uns an diesem außergewöhnlichen önogastronomischen Erlebnis teilzunehmen, bei dem wir bis dato für den Dessert-Abschluss sorgen“ erklärt Herr Amort bei unserem beeindruckenden Burg-Rundgang. Unterstütz durch mehr als 10 MitarbeiterInnen liegt ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auch der Ausrichtung von Hochzeiten und Seminaren/Firmenfeiern. „Unser Fleisch kommt z.B. aus der Region, auch bei den anderen Lebensmitteln die wir verwenden, achten wir auf lokalen/regionalen Bezug.“ Die Speisekarte orientiert sich stark an traditionellen Gerichten, die man hier oben aber stets neu interpretiert. „Ein Risotto mit Apfel und Speck ist z.B. so eines dieser Genussangebote. Natürlich wird auch bei uns jedes einzelne Gericht von einem guten Glas Wein begleitet. Insgesamt besuchen uns sogar fast mehr Einheimische als Touristen, wenn man es über das ganze Jahr betrachtet. Wir haben hier nur Gäste, die zu uns kommen wollen, nicht durch Zufall am Restaurant vorbeikommen, dazu ist unsere Lage zu exponiert.“ Begeben Sie sich auf diese außergewöhnliche Entdeckungsreise zum Castel Flavon-Haselburg, dessen Skybar (u.a. beliebte Oldies But Goldies DJ-Abende) unvergessliche Momente garantiert: www.haselburg.it

Genuss und Tradition im Herzen von Bozen: Ein weiteres tolles Restaurant, das Wirtshaus Vögele, Teil der Initiative ´Südtiroler Gasthaus´, findet man direkt in der Altstadt, zu dem auch gastronomische Führungen vom Verkehrsamt Bozen angeboten werden. Hinter der Marke ´Südtiroler Gasthaus´ stehen Menschen, welche die Kunst des Gastgebens zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Ihr oberstes Gebot ist es, die traditionelle Südtiroler Gasthauskultur zu pflegen und zu bewahren. Pächter Willy Alber stammt ursprünglich von einem Bauernhof außerhalb Bozens und hat früh seine Liebe zu Tourismus und Gastronomie entdeckt. Als gelernter Koch hat er zunächst Erfahrungen im In- und Ausland gesammelt um danach mit seiner Ehefrau Birgitt ein Lokal in Kaltern zu führen. Seit fast 25 Jahren ist er jetzt Pächter des Wirtshaus Vögele, in dem er derzeit 22 MitarbeiterInnen beschäftigt. Das ehemalige ´Roter Adler´ (während des Faschismus kam es zur Namensänderung) seit drei Generationen im Besitz der Familie Kamaun, ist heute gleichermaßen ein Treffpunkt von Touristen und Einheimischen. „Ja, das ´Vögele´ ist der Ort zum Sehen und Gesehen werden, über drei Stockwerke hinweg“ unterstreicht Willy Alber, der mit seiner Familie die Tradition in diesem historischen Gastbetrieb in der Goethestraße seit 1993 täglich zelebriert. „Saisonale Produkte vom Bauernmarkt und von lokalen Erzeugern werden hier nach überlieferten Familienrezepten zubereitet. Oma´s ´Erdäpelblattln´ sind hier ein Renner und das ´Stockfischgeröstel´ ein ´must have´, genau wie das ´Knödel-Kistel mit Krautsalat und Speckstreifen´“. Die geschichtsträchtigen Räume inklusive der holzgetäfelten Goethestube lassen Tipps wie ´Geschwenkter Kalbskopf mit Rittner Weinessig und gerösteten Knödelscheiben´ oder ´Topfenknödel mit Zwetschgen Röster´ an Wochentagen/Samstagen zu einem wahren Genuss werden. Auch ein Abstecher zum Vögele Snackpoint am Kornplatz ist lohnenswert. Weitere Informationen findet man unter www.voegele.it

Frank Keil

Sorry, the comment form is closed at this time.