Die 11 besten Tipps der RTL II Kochprofis für junge Gastronomen

Kochprofis

Die RTL II Kochprofis hatten Einsatz im Saarland. Im Beckinger Reimsbacher Hof wurde alles umgekrempelt, was nicht niet- und nagelfest war, von der Speisekarte bis zur Tischdeko. Am Rande der Dreharbeiten haben wir uns mit Andreas Schweiger, Frank Oehler und Ole Plogstedt unterhalten und ihnen einige wertvolle Tipps für Gastronomen abgeknöpft.

Tipp No. 1:
Das Wichtigste schon vor der Eröffnung eines Restaurants ist es, ein klares Konzept zu erstellen und eine klare Zielgruppe im Auge zu haben.
Tipp No. 2:
Kalkuliere gut. Stell die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegeneinander, hab den Wareneinsatz im Auge.  Hierfür eignet sich die grobe Faustregel: Der Preis für ein Gericht = Wareneinsatz x 4.
Tipp No. 3:
Das Erste, das dem Gast allerdings ins Auge fällt, ist das Restaurant an sich. Hierbei ist es wichtig ein schönes und einladendes Ambiente zu schaffen. Achte insbesondere auch auf die Bereiche, die der Gast zuerst sieht: den Eingang und die Toiletten.
Tipp No. 4:
Zum Ambiente zählt auch der Wohlfühl-Faktor. Der ist nicht nur für den Gast wichtig, sondern auch für das komplette Team des Restaurants. Es sollte auch genügend Personal angestellt werden, allerdings nur so viel, dass es finanzierbar bleibt. Die Aufgaben sollten hierbei auch klar verteilt werden. Überlege aber vor allem, welche Dienstleistung für den Gast angeboten werden soll und wie viel Personal dafür benötigt wird. Auch ob der Umsatz dadurch nachhaltig gesteigert werden kann und ob die Dienstleistung die Gäste anspricht sollte im Auge behalten werden.
Tipp No. 5:
Auch die Sauberkeit trägt zum Wohlfühlfaktor bei und ist für ein gut geführtes Haus eine Selbstverständlichkeit. Glänzendes Besteck, saubere Tischdecken, Servietten, Gläser und Teller, wie auch ein allgemein sauberes Restaurant sind das absolute A und O
Tipp No. 6:
Natürlich sollte man Wert auf die Gestaltung der Speisekarte legen. Wichtig ist dabei auch, dass sie den Gast nicht überfordert. Oft ist weniger einfach mehr.
Tipp No. 7:
Nur eine klare kulinarische Richtung bei den Gerichten, die im Restaurant angeboten werden, hinterlässt beim Gast ein nachhaltiges Bild.
Tipp No. 8:
Schon ein altes Sprichwort besagt, dass das Auge mitisst. Koche kreativ und ideenreich, portioniere gut (nicht zu klein, nicht zu groß) und vor allem: Überlade die Teller nicht. XXL war gestern.
Tipp No. 9:
Verwende ausschließlich frische Zutaten. Der Gast ist König und ihm soll nur das Beste vorgesetzt werden. Niemand geht ein zweites Mal in ein Restaurant, wenn ihm dort Fertigprodukte, Tütensuppe oder Tiefkühlkost vorgesetzt wird.
Tipp No. 10:
Um Bekanntheit und einen großen Kundenstamm zu erlangen und beizubehalten, darf man das Marketing nicht vernachlässigen. Heutzutage reicht es leider nicht mehr, nur einen Werbekanal zu nutzen. Vernachlässige also nie die lokale Werbung, nutze aber auch in jedem Fall die neuen Medien, da nur über diese eine schnelle Verbreitung gesichert ist. Achte aber darauf, dass in allen Medien das gleiche steht und die Inhalte übereinstimmen, insbesondere auch die Öffnungszeiten.
Tipp No. 11:
Letztlich sollte auch das Umfeld beobachtet werden. Das bietet die Möglichkeit, sich an den Mitbewerbern zu orientieren, um dann sein Restaurant optimieren und seine Kunden halten zu können. Und: Sei nah bei den Gästen und achte auf ein schnelles Beschwerdemanagement. Nutze dieses immer zum Abgleich der eigenen Strategie, um zu sehen ob diese auch so bei den Gästen ankommt. Nicht die eigene Wahrnehmung sichert das Überleben, sondern die Wahrnehmung und die Anerkennung der Gäste.

Interview: Markus Brixius Bild: Sebastian Blatt