Feige – Mythische Kulturpflanze

Figs fruits

Um kaum eine Frucht ragen sich so viele Mythen und Legenden wie um die kleine, birnenförmige Feige, genauer gesagt die domestizierte „Echte Feige“, botanisch auch als Ficus carica bekannt.
Im antiken Griechenland war die Feige als Aphrodisiakum geschätzt und entsprechend auch dem Gott Dionysos gewidmet. Auch im alten Rom war sie ein Symbol für Fruchtbarkeit. Im alten Testament diente ein Feigenblatt Adam und Eva als modisches Accessoire, um wegen ihrer Nacktheit nicht allzu viel Aufsehen zu erregen.

Ob an der erotisierenden Wirkung etwas dran ist, mag dahin gestellt sein. Fakt ist, dass die süße Frucht mittlerweile nicht nur im Mittelmeerraum verbreitet ist, sondern sich auch hierzulande großer Beliebtheit erfreut. Zumeist werden die Feigen getrocknet oder als Frischobst verspeist. Die Verarbeitung zu Saft, Wein, Käse oder Kaffee ist vor allem in den südlichen Ländern bekannt.

Aber auch in unseren Breitengraden wird die Feige zunehmend als Zutat für allerlei Rezepte verwendet. Grund dafür ist die geschmackliche Vielfalt der Frucht, die sowohl zu herzhaften, wie auch süßen Gerichten passt.

Text: Markus Brixius Bild: Fotolia/atoss