F!G Warenkunde – Amaranth

In dieser Rubrik erfahren Sie spannende Informationen handelsüblicher sowie außergewöhnlicher Lebensmittel. Geballtes Wissen zu Inhaltsstoffen, Einkauf, Lagerung und Nutzung in der Küche.

AMARANTH

Bereits vor einigen Jahren hielt Amaranth als „Wundermittel der Inkas“ Einzug in deutsche Bioläden. Heute hat sich das Pseudo-Getreide mit seinen mannigfaltigen Erscheinungsformen einen festen Platz in den Regalen erkämpft. Hiervon profitieren vor allem Menschen mit Glutenunverträglichkeit, denn Amaranth ist ein probater und leckerer Ersatz für Weizen, Dinkel & Co..

Und auch für jene ohne Allergien bieten die eiweiß- und lecithinreichen Samen – neben ihrem intensiven Geschmack und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten – zahlreiche Vorteile: Amaranth liefert dem Körper reichlich Magnesium, Kalzium und Eisen. Gleichzeitig sind die Samen der Verdauung zuträglich und die enthaltenen, ungesättigten Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel. Eine langfristige Wirkung wird Amaranth außerdem mit Blick auf Kopfschmerzen und Schlafstörungen nachgesagt. Grundsätzlich lässt sich festhalten. dass Amaranth in den meisten Fällen Teil einer vollwertigen Ernährung ist, welche wiederum das allgemeine Wohlbefinden stärkt.

Herkunft

Während die einen Amaranth noch für eine Modeerscheinung der vegan-vegetarischen Küche halten, können die anderen gar nicht mehr ohne. Um einen kurzzeitigen Trend handelt es sich bei den kleinen Kügelchen mit ihrem nussig, leicht-bitteren Geschmack jedoch keinesfalls: Bereits vor 3000 Jahren wurden die Samen eines Fuchsschwanzgewächses in Mittel- und Südamerika angebaut. Bei den Azteken galt Amaranth als heilig, so dass die Pflanze nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern eben auch fester Bestandteil aller religiöser Rituale war. Amaranth wird bis heute in Mittel- und Südamerika sowie Indien und anderen asiatischen Ländern angebaut, hier ist das Pseudo-Getreide seit jeher aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

Verwendung

Amaranth ist ähnlich wie andere Getreidesorten vielseitig einsetzbar. Zu Mehl geschrotet kann man es zum Backen verwenden, wobei sich aufgrund der geringen Bindefähigkeit die Beigabe von glutenhaltigem Mehl empfiehlt. Gleichzeitig lässt sich Amaranth auch ähnlich wie Reis kochen, wobei die Körnchen wesentlich mehr Wasser absorbieren. Durch Beigabe von Gewürzen, Öl oder Gemüse lassen sich hier geschmackliche Akzente setzen.

Kocht man Amaranth etwas länger, so entsteht ein wunderbarer Brei, der sich in einem nächsten Schritt zu leckeren Bratlingen weiter verarbeiten lässt. Amaranth gibt es zudem als Müsli (oftmals gepoppt) oder Riegel zu kaufen und bietet somit auch als Frühstück oder Snack zahlreiche Möglichkeiten.

Einkauf & Lagerung

Mit Blick auf die Lagerung gilt es ähnlich wie bei herkömmlichen Getreidearten vorzugehen: Es ist also zu empfehlen, dass man Amaranth immer dunkel und trocken lagert.

Im Vergleich mit klassischen Getreidesorten ist die Lagerzeit jedoch wesentlich kürzer: Die Samen sollte man nicht zu lange aufbewahren, sie werden schnell ranzig. Der typische Geruch gibt hierbei Aufschluss über die (Un-)Genießbarkeit des Amaranth.

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Bild (Samen auf Löffel): efetova

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Bild (Amaranth-Riegel): Dar1930