Lass es liefern!

Pizza Guy

Ähnlich wie in anderen Branchen stehen Lieferdienste bei den Verbrauchern aktuell hoch
im Kurs. Von der Gemüsekiste (mit leckeren Rezepten) über den Online-Einkauf im Supermarkt bis zu klassischer Pizza im Karton. Das Essen zu Hause gewinnt wieder mehr an Bedeutung.

Online-Aggregatoren wie Pizza.de oder Lieferando ermöglichen dem hungrigen Kunden dabei über eine vereinheitlichte Nutzeroberfläche bequem aus verschiedenen Restaurants auszuwählen, digital zu bezahlen und auf Delivery-Tagesspecials zurück zugreifen. Von vielen Außer-Haus-Konzepten werden die Waren mit dem Fahrrad oder dem Elektrobike nachhaltig und umweltbewusst in recyclebaren Behältern geliefert.

Für den Kunden ist das bequem und (wahrscheinlich) zeitgemäß. Den Gastronomen könnte es egal sein, über welchen Kanal der Kunde bedient wird, aber vielen Restaurants wird diese Entwicklung auch nicht schmecken. Was tun? Restaurants ohne Lieferservice können einfach ihre Stärken ausspielen, den Erlebnischarakter der Gastronomie betonen und darauf hinweisen, dass hier das Essen direkt frisch auf den Teller kommt und eben nicht einer Lieferkette unterliegt, die sich der Lieferant übrigens auch bezahlen lässt. Das Essen wird also teurer. Restaurants mit Lieferservice können den direkten Kontakt zum Kunden, der sich ja für das Angebot offensichtlich interessiert, als wunderbare Marketingchance begreifen, um dem Kunden einen künftigen Restaurantbesuch schmackhaft zu machen. Das fängt bei einer Alternative zur 08/15-Aluschale an, könnte mit schicken Servietten weitergehen und mit einer netten „Dankeschön“-Karte und einer Einladung zum Besuch enden. Wie immer gilt: In jedem „Problem“ steckt auch immer eine Chance!

Bild: Fotolia/lassedesignen