Warenkunde – Cherimoya

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Cherimoya heißt „kalte Frucht“ und sie gehört zu den Gewächsen der Annonen. Weiter ist sie auch bekannt unter den Namen Netzannone, Stachelannone, Schuppenannone. Ebenso wird sie Zimt- oder Zuckerapfel genannt. Aufgrund ihrer Cremigkeit wird sie gerne zur Zubereitung von Desserts wie Pudding, Cremes oder Eis verwendet. Voller Vitamine, vor allem Vitamin C, ist diese Frucht eine gesunde, exotische Variante für viele Speisen.

Die in tropischen Gebieten wachsende Flaschenbaumfrucht eignet sich auch zur Kreuzung mit anderen Gewächsen. So gibt es beispielsweise die pikante Variante der Annone.

Die zehn bis zwanzig Zentimeter große flaschenförmige Frucht erkennt man an ihrer graugrünen Schale. Im Inneren sieht sie wie ein Apfel aus. Die Cherimoya selbst ist eine der beliebtesten Annonensorten, da sie aufgrund ihres süßlichen Geschmacks an eine Mischung aus Zimt, Banane und Annanas erinnert. Die Frucht kann mitsamt der Schale genossen werden, lediglich die Kerne sind nicht zum Verzehr geeignet.

Herkunft

Die Cherimoya stammt ursprünglich aus Kolumbien, Peru und Guatemala. Später dann kam sie nach Mexiko und wurde im 18. Jahrhundert ebenso als Nutzpflanze in Spanien und Italien eingeführt.

Subtropische und tropische Gebiete liefern die optimalen Bedingungen für den 5 bis 9 Meter hohen Baum, an dem die Cherimoya wächst. Mittlerweile wird die Pflanze in subtropischen Gebieten, ebenso in Regionen Spaniens wie der Costa del Sol oder in Villa san Giovanni in Italien angebaut. Dauerfeuchtes Klima verträgt die Cherimoya nicht, ebenso Temperaturen unter –3 Grad schaden ihr und lassen sie absterben.

Verwendung

Ähnlich wie ein Apfel kann die süße Frucht verzehrt werden. Die Schale wird aus Gründen der Haltbarkeit und aufgrund des langen Transportweges behandelt.

Daher wird empfohlen, die eigentlich zum Verzehr geeignete Haut der Frucht zu schälen. Die Cherimoya kann aber auch ausgelöffelt werden. Ein tolles Aroma verbreitet sie in Obstsalaten.

Die Cherimoya färbt sich nach ihrer Verarbeitung schnell bräunlich an der Luft und büßt auch an Geschmack ein. Zitronensaft drüber geträufelt verlangsamt diesen Färbungsprozess.

Zum Smoothie verarbeitet entfaltet sie pur oder mit anderen Früchten gemischt ihren vollen Geschmack. Cherimoya-pudding garniert mit gerösteten Pistazienkernen ist ein Geschmackserlebnis für alle Liebhaber von cremigen Desserts.

In Chile ist Cherimoyaeis sehr verbreitet. Aber auch warm zubereitet, beispielsweise paniert oder im Teig ausgebacken wird die Cherimoya gerne verzehrt.

Beim Aufschneiden sollte man vorsichtig sein, denn der Saft der Frucht hinterlässt bleibende Flecken auf der Kleidung. Die schwarzen Kerne sind nicht zum Verzehr geeignet und rufen Übelkeit und Vergiftungserscheinungen hervor.

Lagerung

Da die Cherimoya zu den nachreifenden Früchten gehört, wird sie unreif in den gut sortierten Obst- und Gemüsehandel geliefert. Reif ist die Frucht, wenn sich die Schale bräunlich verfärbt und die Schale auf Druck nachgibt.

Gelagert wird die Cherimoya bestenfalls in Papier eingewickelt und kann so nachreifen. Im Kühlschrank sollte sie nicht aufbewahrt werden.

Text: Redaktion Bild: Fotolia/Nito